Schwitzen Schwäne und Beachbar

Die Woche begann mit Homeoffice für Teresa und mich, ein paar Erledigungen, einem leckeren Halloumi-Masala mit selbstgemachtem Naanbrot und der Nachricht, dass ich im August wegen einer Gerichtsverhandlung doch noch einmal nach Augsburg muss. Halb so schlimm – der Zug ist inzwischen gebucht und trotz der kurzen Zeit daheim werde ich sicher noch einen Kaffee mit Freunden schaffen.

Mittlerweile hat sich auch unsere Morgenroutine eingespielt. Wer zuerst aufsteht, macht Kaffee. Im Bad kommen wir uns nicht mehr in die Quere und wir schaffen es mittlerweile fast jeden Tag… fast… pünktlich aus der Wohnung. Dass aus der geplanten Abfahrt um 7:30 Uhr regelmäßig kurz vor acht wird, ignorieren wir inzwischen einfach. Zum Glück fährt die U-Bahn in Berlin im Fünf-Minuten-Takt.

Auch bei Amnesty wurde es diese Woche wieder spannend. Ich arbeite mich derzeit durch die Polizeigesetze der Länder – insbesondere in die Themen automatisierte Datenanalyse und den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Passend dazu verabschiedete der Bundestag in dieser Woche die Novelle des Bundespolizeigesetzes mit neuen Befugnissen, unter anderem zur automatisierten Datenanalyse und unter bestimmten Voraussetzungen auch zur Live-Gesichtserkennung. Mit den menschenrechtlichen Risiken, die sich daraus ergeben, beschäftigen wir uns derzeit ebenfalls und arbeiten an einem Beitrag für den Verfassungsblog. Den verlinke ich euch natürlich, sobald er veröffentlicht ist – das sollte hoffentlich zeitnah der Fall sein. Gleichzeitig fand vor dem Bundesverfassungsgericht die mündliche Verhandlung zum Bayerischen Polizeiaufgabengesetz statt. Für mich bedeutete das vor allem eines: Das längst verdrängte Polizeirecht aus der Examensvorbereitung musste wieder hervorgeholt werden.

Sportlich lief die Woche ebenfalls ziemlich gut. Eher zufällig ergatterte ich einen Platz in einem „Female-Strength-Kurs“ am Ku’damm. Endlich wurden einmal nicht nur Bauch, Beine und Po gequält, sondern auch Brust, Rücken, Schultern und Arme.
Genau mein Ding.

Das eigentliche Highlight wartete allerdings danach: endlich wieder Sauna. Nach dem Training genau das Richtige. Nur der hochgelobte Proteinshake konnte leider so gar nicht überzeugen. Irgendwo zwischen Getreide, Gras und Enttäuschung verlor sich der versprochene Kaffeegeschmack vollständig. Vom Training selbst hatte ich allerdings die ganze restliche Woche noch etwas. Mein Körper litt unter Muskelkater. Überall.

Auch der Berliner Nahverkehr hatte diese Woche wieder seinen Auftritt. Während eines Telefonats mit einer guten Freundin war ich so vertieft, dass ich prompt die richtige Bushaltestelle verpasste und im falschen Bus landete. Zum Glück fuhr dieser wieder an meiner ursprünglichen Haltestelle vorbei, sodass ich mit einem kleinen Umweg doch noch an mein Ziel kam. Später stellte sich heraus, dass Teresa dieselbe Bushaltestelle ebenfalls schon gesucht hatte.

Vielleicht liegt es also doch nicht an uns.

Den schönsten Feierabend der Woche verbrachten wir schließlich spontan an der Strandbar CANOA Beach, die praktischerweise direkt bei uns um die Ecke liegt. Eigentlich wollten wir nur kurz etwas trinken und die Sonne genießen. Aus einem Getränk wurden mehrere. Wir beobachteten eine Schwanenfamilie – bis sie uns irgendwann etwas zu nahe kam und wir ihnen großzügig unseren Platz am Steg überließen. Anschließend schmiedeten wir Pläne für eine Kajaktour und vergaßen dabei komplett die Zeit.

Als uns einfiel, dass Oskay noch am selben Abend in Berlin ankommen würde und wir außerdem gut eine Stunde bis nach Hause brauchten, war die Entspannung schlagartig vorbei. Mit einem Faloumi (Falafel trifft Halloumi) in der Hand ging es dann doch etwas hektischer Richtung Wohnung. Irgendwie schafften wir trotzdem alles rechtzeitig und konnten gemeinsam ins Wochenende starten.

Berlin Tipp#10:
Sommergetränke: Solrosa und Tinto de Verano.
Nach oben scrollen