Anreise
40°C – Nachtzug und viel zu viel Gepäck
Der Plan war simpel: Um 23:57 Uhr in den Zug steigen und am nächsten Morgen entspannt in Berlin ankommen.
Was wir stattdessen bekamen, war ein verspäteter Nachtzug, Temperaturen wie in Südeuropa und Gepäck,
das vermutlich auch für einen sechsmonatigen Auslandsaufenthalt gereicht hätte.
Aber von vorne:
Zwei Wochen Examensstress endeten am 19. Juni mit einer Party im Provino.
Danach folgte etwas, worauf wir uns alle so sehr freuten: eine Woche Freiheit.
Zumindest theoretisch.
Praktisch bestand die Woche daraus, alles nachzuholen, was liegen geblieben war. Arzttermine.
Wäsche. Papierkram. Packen. Organisieren. Und natürlich erst einmal krank werden
Beim Zugticket sparten wir auch, 30 Euro bis nach Berlin klangen einfach zu gut.
Zu wenig Beachtung fanden die folgenden Punkte:
> Nachtzug
> keine Sitzplatzreservierung
> Kroatien spielte
> Regelmäßige Verspätung der DB
> Über sechseinhalb Stunden fahrt
Ankunft Berliner Hauptbahnhof, 06:40 Uhr:
Wir waren müde, überfordert und voller Vorfreude.
Alles war riesig. Laut. Heiß. Und wir standen mitten drinnen auf der Suche nach einem Taxi.

Der weitere erste Tag bestand also aus einem nicht verlässlichen Zeitgefühl, viel Kaffee & einem „Frühstück um 15:30 Uhr“ in einem süßen Café, das prompt meinen
Personalausweis als Pfand behalten durfte, da wir natürlich kein Bargeld dabei hatten.

-Das Café Friedrichs in Charlottenburg
Rote Beete Bowl & Falafel-Quinoa Bowl
Gut gestärkt vom Essen ging es für uns anschließend weiter auf Entdeckungstour durch Charlottenburg.
Natürlich durfte das Schloss Charlottenburg dabei nicht fehlen.
Was ebenfalls nicht fehlen durfte: das erste Getränk vom Späti.
Bei den Temperaturen fast schon eine Überlebensstrategie und keine einfache Erfrischung mehr.
Der Schlossgarten zeigte sich bei fast 40 Grad von seiner ganz eigenen Sommerseite:
wenig Menschen, wenig Wasser, teilweise brauner Rasen – aber trotzdem jede Menge Grün.
Berlin überrascht hier wirklich, denn die Stadt ist viel grüner, als man vielleicht erwartet.
Und auch die Tierwelt hatte offenbar beschlossen, uns willkommen zu heißen:
Eichhörnchen hüpften durch die Gegend, blaue Enten zogen ihre Bahnen und ein Hase kreuzte unseren Weg.
Für den ersten Tag in Berlin definitiv ein ziemlich guter Empfang.
Berlin-Tipp #1: Immer Bargeld dabeihaben. Selbst in einem gut besuchten Café ist Kartenzahlung kein Standard.